Schaffenspause mit Anschaffungen

24 Sep

Schon wieder Pause. Einerseits kann man die Firmenwiesn (für den Rest der Republik: Wenn der Arbeitgeber einen Mitarbeiter Event auf dem Oktoberfest organisiert, wird das gerne mal so genannt) kann man schon aus gesellschaftlichen Gründen nicht ausfallen lassen. Andererseits fehlen für die größeren Aufgaben eh noch einige Materialien…

Arbeiten in der Höhe

Eine der größten und nervigsten anstehenden Arbeiten ist mit Sicherheit der Anstrich unserer Dachüberstände. Mit der Leiter kommen wir nicht weiter, das hat sich schnell gezeigt. Also war die nächste Idee eine mobile Arbeitsbühne. Die Erfahrungen mit dem Gerät waren nicht sehr gut. Grundsätzlich stellte sich aber auch die Handhabung für unsere Arbeiten als etwas doof heraus. Bleibt eigentlich nur noch die Variante ein Gerüst zu verwenden.

Ja, bequem wäre es natürlich, das Haus komplett einzurüsten und dann zu streichen und fertig. Bequem bedeutet aber auch teuer. Für uns zu teuer, vor allem mit dem Blick in die Zukunft gerichtet.

Günstiger wäre ein Roll- oder Fahrgerüst , mit dem man Stück für Stück erledigen kann. Vom Prinzip her reicht das. Wenn man so ein Ding für vier Wochen mietet, kommt man mit Transport schnell die 500 Euro Grenze kratzt. Bedenkt man, dass man ein Holzhaus relativ oft streichen muss, wird das auf die Dauer unfassbar teuer.

Deshalb machten wir uns nach Kaufvarianten auf die Suche. Es gibt einige Baumarkt Modelle von Altec, HailoHymer oder Krause, die in der entsprechenden Höhe bei +/- 900,- liegen. Qualitativ sicher für den Hausgebrauch solide. Nun habe ich über Ebay-Kleinanzeigen einen lokalen Händler gefunden, der uns für 1000,- ein etwas besseres und breiteres Gerüst liefern wird. Damit werden wir auch in den nächsten Jahren glücklich sein.

Holz vor der Hütten

Eine weitere Anschaffung ist unser Holz für die Veranda und die Terrasse. Da kommt leider eine Menge zusammen. 60 Quadratmeter Deckholz und gute 150 Meter für die Unterkonstruktion.

Wir haben uns für relativ dickes Lärchenholz entschieden.



Das bietet gute Haltbarkeit bei einem noch ganz vernünftigen Preis. Ok, der ist sehr abhängig davon, wo man kauft. Auch wenn wir die Locals gerne unterstützt hätten, sind die Preise im Netz um Längen besser. Wir haben einen Anbieter gefunden, bei dem wir inkl. Lieferung auf unter 2 Euro je Laufmeter kommen. Und weil die Lieferkosten keinen Unterschied zwischen 30 und 60 Quadratmeter machen, haben wir gleich das Holz für die Terrasse mit bestellt.

Hausarbeit

Und auch die Hausarbeit im neuen Haus fängt langsam an, unsere Gedanken zu beeinflussen. Eine Anschaffung, die uns dank einer Gemeinschaftswaschmaschine in unserer jetzigen Behausung, noch ins Haus steht, ist (wer hätte es nach dieser Einleitung gedacht) eine Waschmaschine.

Wie ätzend ist das denn bitte? Als Freund von semi-nachhaltigen Anschaffungen (ich mag es nicht, Dinge mit eingebauten Ablaufdatum zu kaufen) möchte ich keine Waschmaschine kaufen, die nach der Garantie kaputt ist oder nur noch für viel zu viel Geld repariert werden kann. Das find ich doof. Egal ob man sich für das Geld einer Miele meinetwegen fünf Candy, Bauknechte oder LG kaufen könnte. Das ist doch  Wahnsinn, wie  Rohstoffe und Ressourcen – schon allein für den Transport dieser Blechmonster – vergeudet werden.

Daher war klar, es soll ein „Markengerät“ werden. Aber was erfüllt heute eigentlich noch den Status eines Markengerätes. Also das, was man früher damit meinte.

Samsung ist eine Marke, weil viel Geld in den Markenaufbau gesteckt wird. Aber sind die Geräte deswegen qualitativ hochwertig und haltbar? Eher nicht.

Bauknecht, AEG, Electrolux – alles waren mal große, klassische Marken mit einer langen Historie. Aber „Made in Germany“ ist nicht mehr, seit dem die Firmen von großen Investoren übernommen wurden. Und auch wenn  Testergebnisse immer mal wieder auch diese Hersteller in den Bestenlisten führen, liest man in der Gesamtheit doch eher von negativen Erlebnissen

Bosch und Siemens fertigen einige Linien in Deutschland. Der Rest kommt aus Spanien und Polen. Nicht dass ich dem Siegel „Made in Germany“ grundsätzlich vertrauen würde aber wenn man sich die Erfahrungen im Netz mit den günstigeren Geräten anschaut, steht die Herkunft schon mit der Qualität in Relation. Außerdem muss man erst mal rausfinden, welche Geräte aus welcher Fertigung kommen, viel zu kompliziert.

Letztendlich ist es so, dass eine Waschmaschine wohl einen bestimmten Preis kosten muss. Eine Siemens aus deutscher Fertigung ist dann aber genauso teuer wie eine Miele. Also: Miele gekauft. Und wenn die jetzt nicht mindestens 15 Jahre hält, bin ich persönlich beleidigt.

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7 thoughts on “Schaffenspause mit Anschaffungen

  1. Ja, mit der Recherche zu Waschmaschinen habe ich auch schon den einen oder anderen Abend verbracht. In Zeiten von geplanter Obsoleszenz weiß man gar nicht mehr, auf welchen Hersteller man sich wirklich noch verlassen kann und auf welchen nicht. Wir hatten einen Geschirrspüler und eine Waschmaschine von einem bekannten Hersteller, bei dem ich davon ausgegangen bin, dass die Geräte doch etwas halten werden. Beide hätten ohne Reparaturen nichtmal die Garantiezeit geschafft und den Großteil dieser Reparaturen habe ich Dank Anleitungen im Internet oder auf Youtube auch noch selbst erledigt. Und wenn man sich dann mal anschaut, wo und was da kaputt geht, kann man wirklich auf den Gedanken kommen, dass da Absicht dahintersteckt. Nunja, das Problem bei einer teureren Mielemaschine ist ja, dass man darauf hoffen muss, dass diese wirklich mindestens zehn Jahre, eher noch länger halten. Denn sollte doch mal was sein, kommt die ganze schöne Rechnung doch etwas durcheinander. Doch letztendlich gibt es so Situationen wie bei uns, als dann urplötzlich unser alter Waschtrockner kaputt gegangen ist und bei zwei kleinen Kindern im Haushalt wirklich schnell Ersatz her musste. Da bleibt dann nicht viel Zeit für Recherche und Abwägen, da muss man dann Fakten schaffen.

    • Hi Benjamin. Im Normalfall hätte ich ja einfach die Maschine mit den besten Bewertungen zum vernünftigen Preis bei Amazon bestellt und fertig. Aber mich haben die Bewertungen stutzig gemacht. Es gab zwar immer total viele gute davon aber ich hab dann bemerkt, dass die guten meistens direkt nach dem Kauf geschrieben wurden und die negativen erst eine Zeit danach. Und ein Hauptdefekt scheinen bei BSH die kaputten Türmanschetten zu sein, wo eine Reparatur oft schon während der Gewährleistung anfällt und der Hersteller aber die Kosten nicht übernimmt. Bei AEG gibt es seit der Übernahme durch Electrolux leider auch sehr viel schlechtes zu lesen… Fakten schaffen, ohne Waffen. Deswegen jetzt mal die Miele bestellt. Teuer und ein Vertrauensvorschuss. Aber vielleicht hilft es.

  2. Hallo, Ihr beiden! Für meine Terrasse möchte ich auch Lärchenholz und der Preis ist wirklich klasse. Könnt ihr mir den Anbieter nennen? Danke und liebe Grüße von Heike

    • Hallo Heike,
      unser Anbieter kommt aus Konnersreuth und nennt sich mb-holzhandel http://www.mb-holzhandel.de. Du kannst den Inhaber Marco Bertl (0160 / 781 513 0) am besten anrufen und einfach nach dem Preis für Deine Menge und die Lieferung in Deine Gegend anfragen. Die Lieferkosten variieren je nach Entfernung und Gewicht. Es gibt beim Gewicht Bereiche innerhalb derer sich die Kosten nicht verändern.

  3. Ich denke Made in G ist schon lange nicht mehr das, was es mal zu sein schien … .
    Und woher kommt nur dieses Denken, alle anderen würden nur schlampen und nur in D würde ordentlich gearbeitet??? Meiner Meinung nach sind das ziemlich unberechtigte Vorurteile.
    Dann hätten wir hier ja lauter tolle Bauunternehmer, die mängelfreie Häuser hinstellen, tolle Autowerkstätten, die jeden Fehler finden und überhaupt – Autos ohne Macken – 1a vorbildliche und supersaubere Gasthäuser, keine Betrügereien mit Fleisch usw usf … Hört sich doch an wie eine Märchenstunde, oder?
    Eine Miele-WM müsste – wenn ich das mit den beiden WM vergleiche, die ich bislang hatte, und die Preise in Relation setze, mindestens 25-30 Jahre halten … und zwar ohne eine Reparatur. Das waren übrigens beides Quelle-Geräte, allerdings keine ganz billigen. Leider gibt es die ja nicht mehr. Aber ehrlich: Nach 12 oder 15 Jahren – da will man doch mal etwas Moderneres haben, oder?
    Ich war richtig glücklich, dass von meinem E-Herd (auch Quelle) nach 16 Jahren irgendetwas am Backofen den Geist aufgab und ich guten Gewissens etwas Schickeres anschaffen konnte. 😉

    • Hallo Katrin. „Made in Germany“ ist ja schon deshalb nicht mehr das was es mal war, weil selbst bei Montage in Deutschland die Teile von überall her kommen. Aber für die Hersteller, die in Deutschland herstellen, bedeutet das auch, dass die Geräte insgesamt teurer sein müssen. Und durch den höheren Preis können dann auch bessere Bauteile verwendet werden. Bei Miele zum Beispiel wird gerne auf dem Laugenbehälter rum geritten, der bei denen aus Edelstahl ist. Auch bei den BSH Maschinen sind in die „Made in Germany“-Maschinen angeblich besser aufgebaut… Ansonsten bin ich völlig bei Dir 😛

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