Küchenplanung und Kauf

26 Feb

Der Küchenkauf. Vorab: Es war ein schwieriges Unterfangen.

Letztes Jahr im Herbst haben wir ein Boxspring Bett kaufen wollen, auch da war es eine harte Nummer, Spreu vom Weizen zu trennen. Und so ähnlich war es jetzt mit der Küche. Gut war dass wir einerseits ein fixes und nicht allzu unrealistisches Budget im Kopf hatten und andererseits klar Vorstellungen davon, was wir haben wollten und was nicht. So dachten wir, könnte eine Küche ganz gut passen:

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Nach unserer Unterschrift letzte Woche bei allsend sind wir über Regensburg zurück gefahren und dort in ein Küchenstudio der Kette „Küche aktiv“ gerannt. Auffällig war, dass obwohl namhafte Hersteller im Programm waren, die ausgestellten Küchen alle etwas billig verarbeitet und schlecht montiert wirken. Wir nannten unsere Vorstellungen und unser Budget und planten mit dem netten Verkäufer die Küche. Am Ende kam ein Preis von knapp 15.000 Euro raus, ohne dass wir jetzt wirklich ganz tief in die Schublade bzw. Auszüge in Sachen Fronten, Arbeitsplatte oder gar Technik gegriffen hätten. Der Verkäufer wollte sich im Laufe der Woche noch einmal melden und einen optimierten Preis nennen. Das tat er auch. Die Küche kam mit billigst Fronten (Folie) leider immer noch auf über 13.000 Euro. Zu teuer für uns.

Die Tage drauf ging ich ins Küchen-Forum und holte mir ein paar Anregungen, so richtig glücklich machte uns das aber auch nicht.

Also sprachen wir mal mit ein paar Küchenstudios und so landete ich beim Küchenmarkt in Eching. Dort fand ich unter den teilweise wirklich fies unansehnlichen Musterküchen eine, die vom Konzept her cool war: Eine ziemlich symmetrische Zeile und eine richtig fette Insel mit Herd, Spüle und sau viel Arbeitsfläche. Der Preis sah auf den ersten Blick auch schon mal ganz anständig aus. Bei dem Konzept hat man viel Raum aber keine toten Ecken und teure Schranklösungen, deshalb auch der vernünftige Preis.

Ok, die Granitarbeitsfläche wird unbezahlbar sein aber das wussten wir schon vorher. Aber was kann man alternativ machen, wenn man Schichtstoffe & Laminat doof findet? Richtig – Echtholz! Miele Geräte brauchen wir zum Glück auch nicht, um glücklich zu werden.

Dann geriet ich einen Verkäufer, der wirklich sehr gewitzt war. Wir bauten die Küche im Handumdrehen zusammen und dann optimierte der junge Mann so lange, bis wir zu unserem Wunschbudget die beste Ausstattung bekommen haben. Matte Lackfronten, Massivholz Arbeitsplatte in Eiche, Siemens A++ Gefrierkombi und Siemenshaube inklusive. Ok, der Geschirrspüler ist von Neff – gleiche Technik wie bei Siemens und man sieht das Ding eh nicht.

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Endpreis der Nobilia Küche liegt jetzt bei knapp unter 10.000 Euro. Transport und Montage gehen noch mal extra, ca. 850 Euro. Das Gaskochfeld ebenso. Drücken wir mal die Daumen, dass die Küche genauso schön wie in unserer Vorstellung wird 🙂

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Nachtrag: Meine Freude ist besonders groß – denn entgegen aller Mutmaßungen der anderen Küchenplaner, bekomme ich ein Gaskochfeld. Ein Oranier GKM 2497. Ich werde immer wieder gefragt, warum Gas und keine Induktion? Es ist das schlechte Gefühl. Es gibt viele Warner und viele Befürworter. Ich bin kein Öko-Aktivist und auch kein Gesundheitsfanatiker. Aber wenn eine Technologie irgendwie umstritten ist, bin ich doch lieber konservativ. Und mit Gas zu kochen hat ja auch etwas schön ursprüngliches.

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2 thoughts on “Küchenplanung und Kauf

  1. Hallo, sehr interessant eure Seite… wir sind gerade in der Phase, den passenden Hausanbieter für unser Wunsch-Holzhaus zu finden. Wir favorisieren auch ein Blockhaus. Irgendwie habe ich bei euch nicht herausfinden können wann und warum ihr von Akost zu allsend gewechselt seid? Darf man vielleicht auch mal auf eure Grundrisse schauen? Bitte macht weiter so.. wir sind dankbar für jede Hilfe und alle Tipps, die man im Netz finden kann!

    Liebe Grüße, Tina.

  2. Hallo Tina,
    vielen Dank für Deinen netten Kommentar. Die Frage warum wir von Akost zu Allsend gewechselt sind ist nicht ganz einfach zu beantworten. Ich probiere es trotzdem mal…

    Bei Akost hat uns – im Gegensatz zu vielen anderen Schwedenhaus Herstellern – extrem gut gefallen, dass es handwerklich vor Ort aus Einzelteilen zusammen gebaut wird. Das Haus wird nicht also nicht aus werksgefertigten Fertigelementen zusammen geschustert, wie sonst beim Holzständerbau. Wir haben eine Werksbesichtigung bei einem Hersteller gemacht und die Verbindung zwischen den Wandelementen wirkt wie eine Sollbruchstelle, in unseren Augen.

    Trotzdem gibt es auch bei Akost konstruktive Schwachpunkte, bzw. Kompromisse die wir nicht eingehen wollten, z.B. Dampfsperren, Mineralwoll Dämmung, Lüftungsanlage, etc. Das waren alles Streitpunkte, wo es auch im Netz nur Lager aus Ablehnern und Befürwortern findet. Die Gefahr nach Fertigstelle auf der falschen Seite zu stehen, ist relativ hoch. Am Ende war dann aber auch die Zuverlässigkeit unserer Berater nicht ganz zufriedenstellend und der Preis nicht transparent zu ermitteln. Unsere letzte Kalkulation war min. auf Höhe des Blockhauses und da war das Preis- Leistungsverhältnis doch besser.

    Allerdings eine Info: Wenn Ihr vorhabt mit rel. wenig Eigenkapital zu bauen, müsst Ihr aufpassen. Der Beleihungswert beim Blockhaus wird von den Banken deutlich niedriger als bei Fertighäusern angesetzt. Damit wird man schnell zum Wagnis für die Banken. Das heißt höhere Zinsen oder Ablehnung…

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