Baustoff Beschaffungskriminalität

11 Okt

Am Samstag sollte unsere Miele Waschmaschine geliefert werden. Und da die Abwicklung und Terminvereinbarung mit Hermes etwas – sagen wir mal – kompliziert war, rechneten wir nicht ganz damit. Kommen wollten die zwischen 10 und 14 Uhr. Also vorher noch genug Zeit, ein paar Dinge zu organisieren.

Wir brauchten nämlich Pflastersteine, um unseren Holzsteg mit der Strasse zu verbinden. Wir brauchen nicht viele aber gute 8,5 Quadratmeter sind es schon. Zu viel, um sie im Auto mitnehmen zu können. Einen ersten ernsthaften Anlauf starteten wir bereits am Freitag Abend bei Obi. Ausgesucht hatten wir uns das günstigste Pflaster: Rechteck Pflaster, 10×20 in Herbstbunt.

PIN

Die Ernüchterung kam bei der Organisation der Lieferung. Der Fahrer wollte die Steine im Transporter ohne Kran fahren und per Hubwagen aufs Gelände schaffen. Geht nicht, weil es noch nicht befestigt ist. Die Option die Steine von Hand abzuladen erschien uns es etwas doof. So wurde nichts draus.

Also klapperte ich gestern Morgen ein paar „kleinere“ Baustoff-Händler und Baumärkte ab. Selten wurde ich so arrogant behandelt. Für die paar Steine für gerade mal +/- 200 Euro macht echt keiner einen Finger krumm. Beim lokalen Platzhirschen „Artinger Ohneis„, der sogar einen eigenen Außendienst in Form eines eigenen „Bauherrenberaters“ hat, hat man generell nur „Grauware“ am Lager. Die trotzdem lagernde, nicht graue und daher passende Palette wollte man aber nicht verkaufen. „Das is Abfall ääh Ausstellung äääh wird nicht verkauft“. Und auf Bestellung würden die Steine entweder erst zur nächsten Steinsaison kommen oder die Lieferkosten 500 Euro betragen. Aha…

Auch bei Bauhaus und Baywa das gleiche Spiel. Variiert hat nur die Freundlichkeit des Personals, das bei Baywa etwas bemühter war.

Am Ende landete ich wieder bei Obi, die immer noch einiges an Steinen vorrätig hatten und diese auch verkaufen wollten. Allerdings habe ich bei der Recherche in der ein oder anderen Ausstellung etwas betagtere Betonsteine in „herbstbunt“ gesehen. Die altern ja mal gar nicht schön. Deswegen kurzerhand umentschieden. Jetzt wird es der Stein „Etrusco, 14×14 in Sand“.

PIN

Jetzt kurz noch die Moral aus der Geschichte, verpackt als Tipp.

Bauherrentipp:

Wenn man nur eine kleine Menge eines bestimmten Baustoffes benötigt, bestellt man sie idealerweise mit anderen Dingen zusammen mit. Ansonsten ist das Interesse der Verkäufer sehr gering, eine umfassende und zuvorkommende Beratung zu erbringen. Also vorher überlegen was man braucht und bei Zeiten eine größere Lieferung anstossen.

Und Memo an mich: „Artinger Ohneis“ ist ein Saftladen, wo man als Kunde nie von selbst gute Angebote bekommt und gerne mal etwas verarscht wird. Insbesondere dann, wenn man sich exkl. an seinen „Berater“ wendet. Da geh ich nicht mehr hin!

Weiter zur Beschaffung: Auf dem Plan standen noch Lampen, Adapter, eine Kleiderstange und diverse anderes Zeug. Nachdem unsere Waschmaschine gestern dann wirklich um 12 Uhr im HWR stand und die Terrasse Nachmittags vollendet war, ging es nach Regensburg zu Bauhaus und Ikea.

Zu Hause angekommen wurden erst ein paar neue Lampen (BTW: Die E14 auf E27 Sockel-Adapter passen nicht zusammen mit den Birnen in die Lampenkugeln) montiert und in einem feierlichen Akt unsere Haustür entfoliert. Wunderschön!

 

One thought on “Baustoff Beschaffungskriminalität

  1. Ich finde die kleinformatiken Steine sehr schön, besser als die erste Auswahl: Zeitlos, passend zur Architektur und so gar nicht spießig!
    Und nur noch 8 Tage….
    Viele Grüße!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.